V/erkennungsdienste, das Kino und die Perspektive der Migration
Erschienen in der Reihe: "Post_koloniale Medienwissenschaft" (hg. von Ulrike Bergermann), Bielefeld: transcript 2015

[DE] Migration wurde in Deutschland bis vor kurzem als voraussetzungslos verhandelt. Nanna Heidenreich setzt dem die geschichtsbildende Kraft und die Welthaltigkeit von Film entgegen. Sie zeigt: Die juristische Kategorie des »Ausländers« wird zwar hartnäckig als soziale missverstanden, aber das Kino inszeniert nicht einfach die V/Erkennungsdienste des deutschen Ausländerdiskurses. Es zeigt andere Verhandlungen von Geschichte und Geschichten, Genealogien und Geschlecht, Bilderstreiten, Transparenz und Schleier, Säkularisierung, Blut, Sex und Haut – und die stete Neuformatierung durch die Perspektive der Migration.

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