Gendering Migration Studies – Beyond the Feminization Paradigm
11-12 Dezember 2015

[DE] Mit dem Paradigma der ‚Feminisierung der Migration' wurde auf den male bias der Forschung wie auch auf die zentrale Rolle von Frauen in Migrationsbewegungen hingewiesen. Darüber hinaus sollte der Blick aber auf die multip- len, ungleichzeitigen und widersprüchlichen Einschreibungen, Anrufungen und Effekte von Gender und Sexualitäten in Migrationsprozessen erweitert werden. Denn die Überbelichtung des differenztheoretischen Paradigmas der Femini- sierung läuft Gefahr, stereotype Geschlechtszuschreibungen, Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität weiter zu stabilisieren. Die Tagung möchte einen differenzierten Blick auf zentrale Felder des vergeschlechtlichten Regierens von Migra- tion und Flucht, dessen ökonomischen Dimensionen als auch auf Praktiken und Begehrensformen der migrantischen Akteur_innen werfen. Ziel ist es, Konzepte auszuloten, die der Prozesshaftigkeit und Ungleichzeitigkeit von Migrations- bewegungen und den in sie eingeschriebenen Machtverhältnissen gerecht werden. Mit Beiträgen von: Anke Strüver, Elisabeth Tuider, Encarnación Gutierrez Rodriguez, Miriam Gutekunst, Katherine Braun, Katharina Schoenes, Nelli Kambouri / Dimitris Parsanoglu, Laura Oso, Hannah Schultes, Radhika Nataraja, Rejane Herwig, Ulrike Krause, Marianne Pieper, Kyoko Shinozaki.


© Petja Dimitrova