Am Schauplatz der Intimität. Eine Phantasmagorie
Berlin, Dezember 2009, Hebbel am Ufer. Konzept: Mobile Academy / Hannah Hurtzig.

[DE] Darin: "heterodiegetische Erzählerin" zu "20 Silhouettes on the Shade", ein Remake von Schnitzlers "Reigen". Im "Reigen" treten zehn Figuren paarweise auf, einer/eine wird pro Szene ausgetauscht und trifft auf den nächsten Partner in aufsteigender gesellschaftlicher Rangordnung, von der Dirne zum Graf, und alle sind durch Affären miteinander verbunden. Die Themen des Stücks sind Macht, Sex und Moral, die Szenen zeigen die Paare vor und nach dem Geschlechtsakt und es sind keine Liebesgeschichten. Als vor 10 Jahren die Schauspielerin und spätere Schwulenikone aus Jena den Meister der Klappe und späteren Stiefvater ihrer Kinder in Los Angeles traf und die beiden sich sofort verliebten, war das der Beginn dieses Berliner Reigens. Alle 20 Protagonisten sind durch wissenschaftliches Arbeiten, Kunstproduktionen und Sex in verschiedenen sich überschneidenden Konstellationen verknüpft. Im Schattenfilm treffen sie paarweise in kurzen Zwiegesprächen aufeinander, die viele Themen berühren (was gerade am Drehtag in der Luft lag), und in Plaudereien und Tratsch formuliert sich, was man die Intimität der Freundschaft nennen könnte.

Am Schauplatz der Intimität. Eine Phantasmagorie